Werkeinsatzleiter und Einsatzstab

Der Werkeinsatzleiter ist bereits über den Einsatz der Feuerwehr informiert. Zufällig hat er von seinem Bürofenster aus einen guten Blick auf die Fahrzeuge und beobachtet das, was von den Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes zu sehen ist. Auch wenn von dem Brand keine Gefahr ausgeht, rechnet er mit einem Zusammentreten des Einsatzstabes und damit auch mit seinem Einsatz: Zwei Verletzte Mitarbeiter sind Grund genug, die Öffentlichkeit über den Vorfall zu informieren. Dabei kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu. Der Werkeinsatzleiter steht dem Einsatzstab vor und verantwortet dessen Arbeitsergebnisse.

Der Einsatzstab lenkt dabei nicht den Einsatz der Werkfeuerwehr, der durch den technischen Einsatzleiter vor Ort gesteuert wird. Vielmehr bereitet er die nachgelagerten, aber ebenso wichtigen kommunikativen Aufgaben vor und arbeitet sie ab. Dazu gehören insbesondere:

  • die für alle verständliche Darstellung des Ereignisses,
  • die genaue Einschätzung eines möglichen Gefahrenpotenzials auf der Basis von Messwerten und der genauen Eigenschaften ausgetretener chemischer Stoffe,
  • die Überprüfung der Notwendigkeit von zusätzlichen Sirenenwarnungen oder der Möglichkeit, Warnungen zurückzunehmen,
  • die Information der Öffentlichkeit durch Pressemeldungen, Rundfunkdurchsagen, Internet-Veröffentlichungen, Handzettel und andere Kommunikationswege,
  • die Vorbereitung von Informationen für Mitarbeiter am Bürgertelefon,
  • die Zusammenarbeit mit den zuständigen Umweltschutz- und Arbeitsschutz-Behörden.

Um diese Aufgaben professionell zu erfüllen, sitzen im Einsatzstab Experten aus allen an der Einsatzstelle tätigen Fachfunktionen. Diese werden um weitere Spezialisten unterstützt. Im Einsatzstab sitzen in der Regel:

ein Notfallmanager als Moderator,

der Werkeinsatzleiter, der dem Stab vorsteht,

Vertreter des Unternehmens, bei dem sich der Vorfall ereignet hat,

ein Mitarbeiter der Notfallkommunikation,

ein Arzt,

ein Experte für chemische Stoffe,

ein Vertreter der Abteilung Anlagen- und Arbeitsschutz,

ein Mitarbeiter der Unternehmenssicherheit,

ein Protokollant,

jeweils ein Vertreter der Berufsfeuerwehr und der Polizei,

ein Mitarbeiter der Werkfeuerwehr,

ein Vertreter der Abteilung Umweltschutz.

Alle diese Mitarbeiter sind in so genannten Bereitschaftsdiensten organisiert. Das heißt, dass sie während ihrer Dienstzeit die Verpflichtung haben, Tag und Nacht in längstens 30 Minuten nach einer Alarmierung im Lagezentrum des Industrieparks zur Verfügung zu stehen.

Wie geht es weiter? Zur Notfallkommunikation

 
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