28.09.2017, Pressemeldungen

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Neue Informationsbroschüren für Industriepark-Nachbarn

Infraserv Höchst und Infrasite Griesheim haben die Warnhinweise für die Bürger im Frankfurter Westen und in Kelsterbach aktualisiert

In den nächsten Tagen erhalten die Bürgerinnen und Bürger im Frankfurter Westen sowie in Kelsterbach Post von den benachbarten Industrieparks. Die Standortbetreibergesellschaften Infraserv Höchst und Infrasite Griesheim haben die Broschüren „Wie Sie sich und andere bei Chemieunfällen schützen können“ aktualisiert. Diese enthalten Hinweise zum richtigen Verhalten im Falle eines Sirenenalarms, Informationen zu den in den Industriepark genutzten Stoffen sowie wichtige Telefonnummern, Kontakt- und Onlineadressen. Die Verteilung erfolgt in den Frankfurter Stadtteilen Höchst, Unterliederbach, Sindlingen, Zeilsheim, Sossenheim, Nied, Griesheim, Schwanheim und Goldstein sowie der Stadt Kelsterbach und soll bis zum 9. Oktober abgeschlossen sein. Anwohner, die bis dahin keine Broschüre erhalten haben, können diese beim Bürgertelefon des Industrieparks unter der Rufnummer 069/305-4000 oder per Mail unter kommunikation@infraserv.com anfordern.

Manche Bürger bekommen zwei Broschüren

Die Bürgerinnen und Bürger in Nied, Griesheim, Schwanheim und Goldstein erhalten zwei Broschüren – die des Industrieparks Höchst sowie die des Industrieparks Griesheim. Für die Bewohner dieser Stadtteile sind aufgrund der räumlichen Nähe zu beiden Industrieparks beide Broschüren relevant.

Die Broschüre für den Industriepark Höchst ist 44 Seiten stark, die Variante für den Standort Griesheim kommt mit 32 Seiten aus. Die Gesamtauflage beträgt 90.000 Exemplare. Beide Broschüren informieren über die verschiedenen Meldekategorien sowie die Frequenzen der Rundfunksender, über die Warnhinweise veranlasst werden und enthalten Informationen zu den Unternehmen der beiden Industrieparks. Die wichtigsten Gefahrstoffe und Gefährdungsmerkmale werden ebenfalls beschrieben. Die Broschüren beinhalten jeweils eine Mini-Info mit wichtigen Telefonnummern und Hinweise zu den Sirenensignalen im Scheckkarten-Format und ein mehrsprachig verfasstes Faltblatt mit den wichtigsten Warnhinweisen und Informationen.

Der Dialog mit den Nachbarn hat Tradition

Die Aktualisierung der Broschüren ist in der Störfall-Verordnung vorgeschrieben. „Für uns ist die Information der Menschen im Umfeld des Industrieparks allerdings mehr als eine gesetzliche Aufgabe“, sagt Infraserv-Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing. „Der intensive Dialog mit den Nachbarn hat für die Unternehmen in beiden Industrieparks eine lange Tradition und ist gerade bei schwierigen Themen sehr wichtig.“ Dazu gehöre auch die transparente Information zu den Gefahrstoffen, die bei der Produktion in den Industrieparks relevant sind. „Die Standortgesellschaften unternehmen große Anstrengungen, um eine hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten“, betont der Geschäftsführer von Infraserv Höchst, deren Tochtergesellschaft Infrasite Griesheim den Industriepark Griesheim betreibt.

Im Alarmfall wird ein Einsatzstab mit Fachexperten gebildet

Was passiert, falls dennoch ein Sirenenalarm ausgelöst werden muss, erläuterte Dr. Jan-Robert Schwark beispielhaft für den Industriepark Höchst. Er leitet den Bereich Site Management von Infraserv Höchst, dem auch Einheiten wie das Notfallmanagement, die Werkfeuerwehr und die Unternehmenssicherheit zugeordnet sind. „Wir haben fünf Notfallmanager, die nach einem Schichtsystem rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung stehen“, erläutert Dr. Schwark. Diese speziell ausgebildeten Experten rücken in einem Alarmfall sofort aus und entscheiden am Einsatzort, ob außerhalb des Industrieparks Sirenenalarm ausgelöst werden muss. Ist dies der Fall, wird innerhalb kürzester Zeit ein Einsatzstab mit verschiedenen Fachexperten gebildet. Arbeitsmediziner, Umweltschutz-Fachleute, Experten für Arbeitssicherheit, Vertreter der Werkfeuerwehr und der Unternehmenssicherheit sowie Kommunikationsverantwortliche kommen im Lagezentrum zusammen, um ergänzend zu den Aktivitäten an der Einsatzstelle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten und die Information der Öffentlichkeit sicherzustellen. „In den verschiedenen Disziplinen gibt es Bereitschaftsdienste, die sich aus Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Standortgesellschaften zusammensetzen und rund um die Uhr verfügbar sind“, so Dr. Schwark. Dabei sei die gute und intensive Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt sowie den Polizeidienststellen ganz besonders wichtig.

Die Infraserv-Werkfeuerwehr: Eine starke Truppe

An der eigentlichen Einsatzstelle ist die Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst gefordert. Die 115 Mann starke Truppe ist speziell ausgebildet und kann im Einsatzfall auf 20 hochmoderne Fahrzeuge zurückgreifen, die auf die besonderen Anforderungen bei Einsätzen im Umfeld von Produktionsanlagen ausgerichtet sind. „Wir erreichen im Industriepark Höchst von unseren beiden Feuerwachen aus jeden Einsatzort am Standort in fünf Minuten“, so Dr. Markus Bauch. Alle Notrufe und Alarmierungen, beispielsweise von Brandmeldeanlagen, gehen in der Gefahrenmeldezentrale von Infraserv Höchst ein, die ebenfalls rund um die Uhr besetzt ist und deren Mitarbeiter das Ausrücken der Werkfeuerwehr veranlassen. Von der Gefahrenabwehrmeldezentrale werden auch die Sirenenwarnungen innerhalb und außerhalb der Industrieparks gesteuert, mit der auch die Warnung der so genannten Sonderschutzobjekte verbunden ist: Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten oder Krankenhäuser erhalten eine automatisierte telefonische Benachrichtigung. „In dem entsprechenden System sind mehrere hundert Rufnummern gespeichert, die im Alarmfall angerufen werden“, erläuterte Dr. Markus Bauch. Die Werkfeuerwehr verfügt neuerdings auch über einen neuen Einsatzleitcontainer, der mit moderner Technik ausgestattet ist und an jeden Einsatzort transportiert werden kann, wenn dies die Lage erfordert.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Werkfeuerwehr und die Notfallorganisation, bei der wir durch die gute Zusammenarbeit mit den Standortgesellschaften und der öffentlichen Gefahrenabwehr ein beispielhaftes Niveau erreicht haben“, betonte Dr. Joachim Kreysing.

Die Broschüren stehen auch zum Download bereit. Die Broschüre für den Industriepark Höchst unter
www.ihr-nachbar.de/verhalten-im-sirenenalarm, die Griesheimer Broschüre unter
www.infrasite-griesheim.com/nachbarn.

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Von links nach rechts: Dr. Jan-Robert Schwark, Leiter Site Management Infraserv Höchst, Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv Höchst, und Dr. Markus Bauch, Leiter Werkfeuerwehr Infraserv Höchst, präsentierten die neuen Informationsbroschüren, die in der nächsten Woche verteilt werden.
© 2017 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG




Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main ist als Betreiber technisch anspruchsvoller Infrastrukturen Partner für Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche sowie verwandter Prozessindustrien. Mit Kompetenz und Erfahrung bei Standortbetrieb, -management und -beratung schafft Infraserv Höchst Standortvorteile für die Kunden. Das Unternehmen, das unter anderem den Industriepark Höchst betreibt, bietet Leistungen in den Bereichen Site Services, Energien, Entsorgung und Logistik an.

Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics und Provadis Partner für Bildung und Beratung zur Infraserv Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter und 156 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.500 Mitarbeiter und 193 Auszubildende. Im Jahr 2016 erzielte Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 945 Millionen Euro.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2016 insgesamt rund 341 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 rund 6,99 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter http://www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline: 069 305-5413.


Kontakt:

Michael Müller
Infraserv Höchst
Telefon: +49 69 305-7952
Telefax: +49 69 305-80025
michael.mueller3@infraserv.com

 
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