Radweg um den Industriepark: Station 9

Werksbrücke West

Radweg um den Industriepark Höchst: Station 9

© Ulrich Schepp foto-grafik-media

Bei der westlichen Überquerung des Mains handelt es sich um eine „Spannbeton-Schrägseilbrücke“ von 300 Metern Länge. Die Schrägseilrohre enthalten jeweils 25 gewundene Drähte mit je 16 Millimetern Durchmesser. Die beiden Pylone haben eine Höhe von 52 Metern. Das Bauwerk wurde 1972 errichtet.

Main-abwärts, inmitten eines baumbestandenen Parks, steht leicht erhöht über dem Fluss die ehemalige Wohnstätte der Familie Meister, eine der Gründerfamilien der Fabrik. Die repräsentative „Villa unter den Linden“ mit eigenen Stallungen und Wirtschaftsgebäuden wurde 1904 errichtet. Heute ist dort ein Therapiezentrum des Deutschen Ordens untergebracht, in dem ehemalige Drogenabhängige betreut werden.

Rechts davon schließt sich der historische Ortskern des Stadtteils Sindlingen an, aus dem der alte Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Dionysius herausragt. Ebenfalls sichtbar ist der gedrungene Kirchturm der evangelischen Kirche, eine Stiftung der Familien Meister und Brüning. Sindlingen ist der westlichste der Frankfurter Stadtteile. Er wurde 791 erstmals urkundlich als „villa Sundilingen“ im Niddagau erwähnt. Heute leben dort rund 9.000 Menschen.

In der Gegenrichtung Main-aufwärts rückt auf der südlichen Flussseite das Becken des Industrieparkhafens in das Blickfeld. Zum Hafen gehört der „Trimodalport“, der die drei Transportwege Straße, Schiene und Wasser miteinander vernetzt und auch von Firmen außerhalb des Industrieparks Höchst als Verladestation genutzt wird. Hier werden Containerschiffe, Container-Tragwagen für die Bahn und Sattelaufleger-LKW be- und entladen. Die Gesamtfläche des Trimodalports beträgt rund 64.000 Quadratmeter, die Kapazität liegt bei rund 80.000 Ladeeinheiten pro Jahr, also rund 1,2 Millionen Tonnen Güter.

Der Hafen trägt nachhaltig zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Rhein-Main-Gebiet bei. Mindestens gleichrangig sind die ökologischen Aspekte: Die Gesamtkapazität von 540.000 Tonnen, die pro Jahr an Waren am Trimodalport auf Schiene und Wasserstraße umgeschlagen werden können, entspricht etwa 30.000 Lastwagen pro Jahr – die Zahl der LKW-Transporte kann also spürbar reduziert werden.

 
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