Rundweg um den Industriepark: Station 10

Tor West – Klärschlammverbrennung und Packmittel-Recycling

Geradeaus reicht der Blick in Richtung Osten bis zum zentralen Heizkraftwerk weit in den Industriepark Höchst hinein. Rechterhand erhebt sich die Klärschlammverbrennungsanlage des Standortes. Hier werden jährlich 225.000 Tonnen Klärschlämme aus der Abwasserreinigung des Industrieparks Höchst und von Kommunen aus dem Rhein-Main-Gebiet thermisch verwertet.

Aus den heißen Abgasen der Anlage wird ein Teil der Energie in Form von Dampf zurückgewonnen. Jährlich können so rund 298.000 Tonnen Dampf in das Dampfversorgungsnetz des Industrieparks eingespeist werden, ohne dass dazu zusätzliche Ressourcen verbraucht werden.

Vorne rechts befindet sich das Packmittel-Recycling-Center des Industrieparks. Hier werden Verpackungsmaterialien wie Stahl- und Kunststoffbehälter, Papiersäcke und Paletten zurückgenommen. Jährlich werden etwa 500.000 Packmittel und Paletten gereinigt, instandgesetzt und aufgearbeitet. 84 Prozent der Packmittel können wieder genutzt, 15 Prozent können stofflich verwertet werden, zum Beispiel als Stahlschrott, und nur ein Prozent muss entsorgt werden.

Die Außenmauer des Industrieparks Höchst in Richtung Sindlingen wurde in den Jahren 2008 und 2009 zu einer neuen, sechs Meter hohen Schallschutzwand ausgebaut. Die Mauer ist 590 Meter lang und reicht bis zum Main. Sie soll mögliche Lärmbelästigungen für die Anwohner des Industrieparks weiter minimieren.

Die Farbgestaltungen an der Klärschlammverbrennungs-anlage, an vielen Rohren im Industriepark und an der neuen Schallschutzmauer sind Kompositionen des Industrie-Farbdesigners Friedrich Ernst von Garnier. Die vorwiegend pastellenen Farbtöne entfalten ihre volle Wirkung besonders an trüben, wolkenreichen Tagen.

 
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